Wenn die Wut kommt

Wenn Kinder an ihre Grenzen stoßen…

Gerade bei Kindern im Alter zwischen zwei und vier Jahren kommt es immer wieder vor, dass sie mit ihrer Wut im Bauch nicht klarkommen und diese dann sehr lautstark ihrer Umgebung kundtun. Trotzphase nennt man das und dieses Verhalten kann elterliche Nerven ungemein strapazieren. 

Trotzphase

Es ist nicht einfach für ein kleines Kind, damit klarzukommen, dass die Eltern in manchen Momenten nicht das Gleiche wollen, wie es selbst. Das Kind erkennt zunehmend, dass es ein selbstständiges Wesen ist, versucht, sich von den Eltern abzunabeln, testet die eigene Durchsetzungsfähigkeit und braucht trotzdem eine ganze Portion Sicherheit im Hintergrund. Unter anderem die Sicherheit, geliebt zu werden, auch dann, wenn Meinungsverschiedenheiten auftreten. Hinzu kommt, dass es sich in dem Alter, in dem die ‚Trotzphase‘ in der Regel beginnt, verbal noch nicht so gut ausdrücken kann, was häufiger zu Missverständnissen zwischen ihm und der Umwelt führt. Wenn man sich diesen Hintergrund vor Augen hält, dann ist es leichter, einzusehen, dass der Zorn nicht gegen einen selbst gerichtet ist. Er ist Ausdruck eines Zwiespaltes. Wollen und Können stehen sich hier gegenüber.

Ich will aber, allein und selbst sind die neuen Lieblingswörter

Leni ist vier. Und sie hat neue Schuhe. Die sie natürlich auch selbst anziehen möchte. Doch das klappt noch nicht so recht, denn sie schafft es nicht alleine, die Schnürsenkel zuzubinden. Vor lauter Wut schmeißt Leni die teuren Schuhe in die Ecke und brüllt… Das kleine Mädchen ist an seine persönliche Grenze gestoßen und darüber ärgert es sich massiv. Dabei will es doch gerade jetzt alles möglichst alleine und selbstständig machen, möchte nicht mehr dauernd von den Großen abhängig sein. Wenn man erst einmal verstanden hat, warum die neuen Schuhe gerade in die Ecke geflogen sind, fällt es einem leichter, mit Verständnis zu reagieren und dem Kind, sobald es sich beruhigt hat, anzubieten, das Schleifenbinden noch einmal zu üben. Und es darin zu bestärken, dass es bald selbst in der Lage sein wird, seine Schuhe alleine zuzubinden.

Manchmal ist ein solcher Trotzanfall aber auch einfach ein Austesten der eigenen Grenze. Klassisch dabei ist die Situation an der Supermarktkasse, an der wohlweislich die Süßigkeiten in Kinderhöhe platziert sind. Klare Regeln vereinfachen das Miteinander. Allerdings dürfen es nicht zu viele sein, denn sonst fühlt sich das Kind zu stark bevormundet und reagiert gar nicht mehr. Sprechen Sie nur wenige, aber dafür für das friedliche Zusammenleben wichtige Verbote aus. Und bleiben Sie bei diesen konsequent. Gelassenheit und Ruhe sind die beste Reaktion auf Trotz.

Wenn das Kind weiß, dass es, egal welches Theater es macht, zum Beispiel an der Supermarktkasse keine Süßigkeiten bekommt, so wird es über kurz oder lang sein Verhalten aufgeben und das Einkaufen wird wieder reibungslos klappen. Besonders dann, wenn das Kind eine eigene Aufgabe bekommt und aktiv selbst mit einkaufen darf. Kleine Aufträge fördern die Selbstständigkeit und geben dem Kind das Gefühl, auch alleine etwas zu schaffen.

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Trotz aller Probleme, Jeremias Blaumilch hat es gewagt:

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Autoreninfo & Blog

JEREMIAS BLAUMILCH

Jeremias Blaumilch, steinalt, bekennender Franke, ausreichend dicker Gemütsmensch und rettungsloser Kindernarr. Schreibt hin und wieder ein paar Familiensatiren, um den Alltag angenehmer zu gestalten.Bilderrahmen, blaumilch

Zumindest für sich. Seine Geschichten sind ebenso wahr wie erlogen. Blaumilch hat erfolgreich eine Familie gegründet, die ihn liebevoll aufzieht. Auch beruflich war er höchst erfolgreich: Als Lkw-Fahrer zog er eine Schneise der Verwüstung durch Oberbayern, an der sein Arbeitgeber Pleite ging. Danach gründete er mehrere zukunftsweisende Erfolgsfirmen, die in ihrer kurzen, heftigen Blüte vielen Betroffenen Tränen der Rührung in die Augen trieben. Derzeit denkt er über das Leben nach …

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