Vom Geierfrühling zum Bullenwinter

sind zwei der 4 Buchtitel der Gonzo-Krimi-Reihe von Karr & Wehner. Die anderen beiden Titel heißen Rattensommer und Hühnerherbst. Hinter dem Pseudonym Karr verbirgt sich der Krimi-Erfolgsautor Reinhard Jahn, den wir einmal in all seinen Facetten vorstellen möchten und Walther Wehner. Rattensommer wurde zudem mit dem Glauser-Autorenpreis deutsche Kriminalliteratur als bester Krimi ausgezeichnet.

image, alle drei

Er lebt allein in einem umgebauten Loft an der Altenessener Straße. Die Bürowohnung ist die Basis für seine Streifzüge durch den Großraum Ruhrgebiet – in seinem Kombi (“Gonschorek Videoproduktion TV und Werbung”). Über den Funkscanner (Verstoß gegen das Fernmeldeanlagengesetz) hört er den Polizeifunk und die Frequenzen der Rettungsdienste ab. Denn als freier Videojournalist ist er immer auf der Jagd nach gutverkäuflichen Bildern von Unfällen und Verbrechen. Seine Kunden: die Redaktionen der regionalen Nachrichtenmagazine bei privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern. Sein Motto: “Wer zu spät kommt, kriegt die Story nicht!”

Gonzo ist nicht gerade beliebt – dazu ist seine Art zu schroff und der Zynismus, mit dem er sich seine sensationsträchtigen Nachrichtenbilder besorgt, zu ausgeprägt. Aber die Kollegen sind schon von seinem Professionalismus beeindruckt. Gonzo kennt natürlich durch seinen Beruf Gott und die Welt, von zwielichtigen Gestalten aus dem Rotlichtmilieu über mittlere Chargen aus den Stadtverwaltung bis zu den Beamten von Schutzpolizei und Kripo.

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Die Agentur…

…übernimmt alle Fälle, bei denen etwas nicht stimmt, nicht korrekt abgelaufen ist oder Betrüger am Werk waren. Bei der Wahl der Mittel sind die drei nicht zimperlich, manches fällt da schon fast unters Strafgesetz. Aber das Risiko gehen sie ein.

…hält sich auch immer an Recht und Ordnung. Und wenn nicht, dann gilt: “Du darfst dich nur nicht erwischen lassen.”

Denn…

…sie sind die Guten

Die Agentur Lux – das sind: ein charmanter Denker, ein gewiefter Techniker und eine schöne Frau mit, im wahrsten Sinne des Wortes, langen geschickten Fingern. Das Tempo der LUX-Geschichten ist energiegeladen und voller Spannung. Aktienkurse, die unverhofft in die Höhe schnellen, Fernsehquizfragen, die durchsickern, dubiose Geschäftsmodelle zweifelhafter Geschäftemacher und alles, was mit Geld und  Gier zu tun hat – das sind die Fälle, mit denen es die drei von der Agentur Lux zu tun bekommen.

Albus

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Bruder Albus und der geheimnisvolle Gesandte

Das Stift zu Essen, im Jahr 1583. Ein geheimnisvoller Gesandter Roms, ein Jesuit, sorgt für Unruhe bei der Äbtissin und nicht zuletzt den Bürgern und Handwerken der kleinen Stadt an der Ruhr. Ist er etwa gekommen, um die heimlichen Waffengeschäfte zu untersuchen, die die Essener Büchsenschmiede mit den Holländern machen?

Bruder Albus, der Gärtner der Äbtissin, versucht hinter das Geheimnis des Gesandten zu kommen – und findet unverhofft dessen Leiche vor den Toren des Stifts. Jetzt ist guter Rat teuer – und kluge Entscheidungen gefragt. Mit detektivischem Gespür macht sich der Klostergärtner an die Aufklärung des Mordes.

Das Essener Autorenteam H.P. Karr und Walter Wehner hat sich mit seiner neuen Kriminalstory auf ungewohntes Terrain begeben: »Der Sprung ins Essen des Jahres 1583 war eine große Herausforderung«, erklärt H.P. Karr. »Denn wir sind eigentlich für unsere realistischen Krimis aus dem Hier und Jetzt bekannt. Doch die Herausforderung, einmal eine Kriminalgeschichte im historischen Stift zu Essen anzusiedeln war sehr reizvoll.«

So führen die Ermittlungen des gartenkundigen Mönches Albus vom Kloster Werden ins Bernewäldchen und bis zur Bauernschaft Borbeck. Mit viel Recherche in Bibliotheken, mit Ortsterminen und Gesprächen mit Fachleuten haben sich die Autoren dem »alten Essen« genähert – und dabei ein buntes Bild des Lebens und der Arbeit in den Werkstätten der Schlossmacher und Büchsenschmiede gezeichnet. Walter Wehner: »Die Kriminalgeschichte gerät dabei manchmal sogar etwas in den Hintergrund – aber das nehmen Fans von Historischen Romanen gern in Kauf.«

Bücher, Hörspiele und Auszeichnungen

Bücher von Karr & Wehner:
1992 Berbersommer (Stories)
1994 Geierfrühling (Roman)
1995 Rattensommer (Romane)
1996 Blutiger Sommer (Roman)
1997 Hühnerherbst (Roman)
1999 Bullenwinter (Roman)
1999 Mike Jaeger: EUROKILLER (Action-Roman)
2000 Das John Lennon-Komplott (Jugendroman)

Hörspiele von Karr & Wehner:
1993 Berberstar, ORB
1989 Der Intrigant, SDR
1989 Blackbox B1. Radio-Roman. Folge 9. Das Leben ist der halbe Tod , WDR
1990 Blackbox B1. Radio-Roman. Folge 14. Das Leben, die Liebe, der Tod WDR
1990 Blackbox B1. Radio-Roman. Folge 23. Nachtexpress.- WDR
1992 Straße frei! WDR
1993 Siebzehn gewinnt, RB
1994 Schöner Sterben, WDR
1995 Schlüsselfahrt, BR
1995 Jezz abba Feste! Hörspielserie, gemeinsam mit Bernd Behrendt, Gabriele Maria Kraiczek, Hartmut Przybylski, Eva Maria Striewe
Folge 5. Haste was in Aussicht? – WDR.
Folge 6. Schöne Bescherung allerseits WDR.
Folge 9. Auf dem Höhepunkt mußt du aufhörn WDR
Folge 10. Immer wieder aufstehen. 55 Minuten. WDR
1999 Graceland. Ein Gonzo-Hörspiel, MDR

Weitere Gonzo-Hörspiele, gefördert von der Filmstiftung NRW in Vorbereitung
#Die ganze Geschichte
#Blondinen bevorzugt
#Rückblende
#Bewegliches Ziel
#Schicksalsfragen

1988 Walter-Serner-Preis des Sender Freies Berlin
1989 Walter-Hasenclever-Literaturpreis der Stadt Aachen (mit Walter Wehner)
1989 Literaturpreis Ruhrgebiet/Förderpreis
1996 Friedrich-Glauser-Preis (mit Walter Wehner)
2000 Literaturpreis Ruhrgebiet (mit Walter Wehner)
2012 Westfälischer Kurzhörspiel Award (mit Walter Wehner)
2012 Urban Crime Stories Award von neobooks und Literatur Quickies-Verlag

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Reinhard Jahn & Walther Wehner privat

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Pressestimmen

“Rattensommer … Ein rasanter Krimi, perfekt und rund, ohne Längen und schwermütige Philosophie. Das Autorengespann hat es ausgezeichnet verstanden, Zeit und Zeitgeist exakt zu treffen und detailliert darzustellen. Ebenso stimmig, wie die Protagonisten dargestellt sind, treffen Karr und Wehner Schilderungen das Großstadtmilieu im Revier. Temporeich und unangestrengt, wie teilweise humorvoll aber auch zynisch, wird von den beiden Autoren ein realistischer Kriminalroman vorgelegt, der sogar das Prädikat (deutscher) hard-boiled Krimi vertragen dürfte.” (Buchreport. 27(1996)21).

“Ein wenig Krimi-Satire, viel schräge Medienwelt, vor allem aber eine erstklassige Story. Verwickelt, aber nicht wirr. Unterhaltsam und trotzdem durchaus ernst. Tolle Figuren und dazu eine Handlung, die bisweilen durchschaubar wirkt, aber am Ende glücklicherweise ganz und gar nicht ist.” (Tom Hegermann, WDR 2, “Der Mord zum Sonntag” 6.3.1999)

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